Alodo – Eine Chance für die Kinder in Benin e.V.

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Weihnachtsbrief 2014

„Das Wort, das Dir hilft, kannst Du nicht Dir selber sagen.“ Afrikanisches Sprichwort

Wie wahr ist doch dieses afrikanische Sprichwort! Wir brauchen das Gegenüber, das uns ermuntert, stärkt, Hoffnung und Hilfe schenkt … in Wort und Tat.

Unser „Christkind“ heißt Akkosiva! Akkosivas Mutter Judith, eines der ärmsten Mädchen des Dorfes, kam im Herbst hochschwanger und mangelernährt zu uns ins Zentrum „Maria, Mutter der Verlassensten“ in  Adjarra.  Judiths Vater ist schon lange verstorben und ihre Mutter versucht ihre fünf Kinder allein zu versorgen. Der kleine Acker kann die vaterlose Familie nicht ausreichend ernähren, die Not ist täglicher Gast. Judith, erst 15jährig, wurde von dem Vater ihres Kindes verlassen, nachdem die Schwangerschaft bekannt geworden war. Wie sollte es weiter gehen? Endlich fassten Judith und ihre Mutter Mut und machten sich auf den Weg zum Mutter-Kind-Haus. Hier durften wir ihr das Wort sagen, das sie sich selbst nicht sagen konnte: „Du und Dein Kind sind uns willkommen! Hab' keine Angst, freu Dich auf Dein Kind. Wir sind für Euch da und lassen Euch nicht allein.“

Inzwischen ist Akkosiva gesund geboren;sie belohnt und erfreut uns durch ihre staunenden, großen Kirschenaugen und durch ihr gesundes Strahlen, das ich Ihnen gern weiter schenke.

Judith zeigt sich als fleißige, talentierte Auszubildende unserer Schneiderei, die mit viel Freude ans Werk geht. Sie wird nach Beendigung Ihrer Ausbildung aus dem Microkreditprogramm eine Nähmaschine und das weitere, erforderliche Handwerksmaterial zur Verfügung gestellt bekommen, um den Lebensunterhalt für sich und ihr Kind erwirtschaften zu können. 

Auf unserem Grundstück in Adjarra entsteht zurzeit das von der Bevölkerung des Dorfes dringend erwartete Gesundheitshaus. Der Rohbau konnte gerade fertig gestellt werden. Das Gesundheitshaus wird neben zwei Krankenzimmern ein Behandlungszimmer, einen Apothekenbereich und einen Traforaum für die Unterbringung der Solarzellen zur eigenen Stromversorgung des Zentrums beherbergen, da leider trotz vieler Versprechungen, das kommunale Stromnetz wegen fehlender finanzieller Mittel nicht gebaut werden kann. 

Sicher können Sie sich vorstellen, das angesichts der Ebolaproblematik, die ganz Westafrika in Atem hält, uns die schnelle Eröffnung des Gesundheitshauses sehr am Herzen liegt.

Seit der Gründung von ALODO im Jahr 2000 haben jährlich mehr als Tausend Kinder in unseren verschiedenen Projekten eine solide Schul- und teilweise auch Berufsausbildung bekommen; die ältesten  von ihnen sind heute in der Lage, ihr Leben „in die  eigene Hand“ zu nehmen, in eine bessere Zukunft zu gehen, als es ihren Eltern möglich war. 

Ungezählte Kranke fanden Aufnahme oder ambulante Hilfe in den von uns aufgebauten oder unterstützen Krankenstationen. Menschen, die wegen ihrer Armut ohne unser aller Zutun keine Chance auf Heilung gehabt hätten. 

Ich kann nicht genug dafür danken, dass Sie dies alles möglich machen, dass Sie helfen und uns nicht allein lassen. Bitte helfen Sie uns weiterhin! Wir brauchen Sie! 

Mit den uns anvertrauten Kindern, Patienten und MitarbeiterInnen wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit: Begegnungen voller Herzenswärme, Erfahrungen eines guten Miteinanders, Heilsames in Wort und Tat sowie Momente der tiefen Weihnachtsfreude.

Ihre Brigitte Schmöle
1. Vorsitzende

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