Alodo – Eine Chance für die Kinder in Benin e.V.

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Weihnachtsbrief 2015

...wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht, dann, ja dann fängt Weihnachten an. (Rolf Krenzer)

Endlich kann Judith strahlen und so etwas wie Mutterglück genießen! Ein langer, schwieriger Weg liegt hinter ihr und ihrer kleinen Tochter Sovi, bis sie endlich im Mutter-Kind-Haus unseres Zentrums „Maria, Mutter der Verlassensten“ in Adjarra ein neues Zuhause, einen Ort der Geborgenheit, der Ruhe und des Friedens fanden. Judith wurde während der Schwangerschaft vom Vater ihres Babys verlassen, ihre Mutter, eine bitterarme Witwe mit noch minderjährigen Kindern, konnte ihr nicht helfen. Judith lebte in völliger Perspektivlosigkeit, angewiesen auf Almosen, gequält von großen Ängsten. In der Schneiderei des Zentrums erhält Judith inzwischen eine Ausbildung zur Schneiderin und wird daher eines Tages eigenständig für sich und ihr Baby sorgen können.

In der Ausbildungsschneiderei ist die Gruppe der jungen Frauen um Mme. Jeanette, unsere Schneidermeisterin, inzwischen neun angewachsen, von denen 4 junge Mädchen aus weiter entfernt liegenden Dörfern kommen. Um auch ihnen die Ausbildung bei uns zu ermöglichen, haben wir eine kleine Wohnung angemietet, in der sie während der Woche leben können. Der Zufall kam uns zur Hilfe, als eines Tages Mme. Djengaro mit ihrer schwangeren Tochter zu uns kam und um Aufnahme ins Mutter-Kind-Haus bat. Mme. Djengaro war aus ihrer Wohnung vertrieben worden, weil sie die Miete für sich und ihre Kinder nicht mehr zahlen konnte. Schon bald wurde sie die „Hausmutter“ in der kleinen Wohngruppe und versorgt nun die Auszubildenden, während auch sie selbst mit ihren Kindern gegen ein ganz kleines Entgelt dort wohnen darf.

Besonders froh bin ich, Ihnen berichten zu können, dass unser Gesundheitshaus kurz vor der Eröffnung steht. Endlich ein Lichtpunkt für die Dorfbevölkerung, um die große medizinische Not, gerade im Bereich der chronischen Erkrankungen, zu lindern.

Aber auch die weiteren Projekte: das Schul-und Ausbildungszentrum Bethleem sowie die Schulen in Lokossa-Savi und in Houeto benötigen weiterhin unsere Hilfe.

Vor einigen Wochen erreichte uns ein dringender Hilferuf aus Tchogodo, dem Heimatdorf unseres treuen Projektleiters Charlemagne Wadia. Dort ist das uralte Schulgebäude während der Regenzeit eingestürzt, im Augenblick kann der Schulunterricht nur unter freiem Himmel stattfinden. Auch der Brunnen des Dorfes ist versiegt, der Bau eines neuen Brunnen würde 1.000 Euro kosten.....

Viele Aufgaben liegen noch vor uns, vieles haben wir gemeinsam geschafft. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen. Ihre tätige Hilfe hat es ermöglicht, dass unsere Projekte aufgebaut und unterhalten werden konnten und können, ja dass sie den Menschen in Benin Licht und Hoffnung sind.

Bitte helfen Sie uns auch weiterhin, damit die uns Anvertrauten im eigenen Land eine Perspektive finden, damit sie Hoffnung haben, damit sie nicht den Irrlichtern folgen und sich auf den oft tödlichen Weg nach Europa begeben.

Möge auch in Ihrem Leben jedes noch so winzige Licht hell strahlen und Sie mit Mut, Kraft und Hoffnung erfüllen.

Eine gesegnete und frohe Advents-und Weihnachtszeit und ein gutes und friedliches Jahr 2016 wünscht Ihnen

Ihre Brigitte Schmöle

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